Vorgeschichte

Vorgeschichte

Seit den frühen 70er Jahren hat es mich im Urlaub immer wieder nach Skandinavien verschlagen, und ich habe hier sowohl im Winter als auch im Sommer viele Touren und Wanderungen unternommen. Seit 1985 habe ich ein Haus in Südschweden und bin seitdem mehrmals im Jahr in dieser Region unterwegs. Zusammen mit meiner Frau Sabine haben wir in den letzten Jahren beispielsweise etliche Kanu - und Fahrradtouren in Finnland und Schweden gemacht, und unsere Begeisterung für diese vielfältige nordeuropäische Wildnis ist immer weiter gewachsen. So kamen wir im Jahr 2000 zum ersten Mal in das Gebiet des Rogen-Nationalparks. Nach der recht abenteuerlichen Fahrt bis Käringsjön (Das letzte Stück der Straße war damals noch in einem erheblich schlechteren Zustand als heute), erreichten wir diesen schönen Ort inmitten der Wildnis. Ein Abendspaziergang auf den Hausberg verschaffte uns einen ersten Überblick über die faszinierende, eiszeitlich geprägte Seenlandschaft und wir beschlossen, uns für den nächsten Tag einen Kanadier zu leihen. Trotz Kartenstudiums verfranzten wir uns bei der ersten Seeüberquerung schon total. Die vielen Portagen mit dem recht schweren Boot, obwohl ohne Gepäck, ermüdeten uns schnell, das schlechte Wetter tat sein übriges, um die Anstrengungen einer längeren Tour zu erahnen. Trotzdem übte die Landschaft eine unglaubliche Faszination auf uns aus. Fern jeglicher Zivilisation, ohne Straßen, ohne Strommasten, ohne Häuser (abgesehen von einigen Sommerhäuschen und Schutzhütten) inmitten dieser begeisternden Natur!

Nach einigen Recherchen im Internet (siehe z.B. das Reise- und Outdoor-Magazin “Explorermagazin.de”), stießen wir auf den norwegischen Hersteller der Ally-Kanadier. Interessanterweise hat der Begründer des Unternehmens den Beschluss zum Bau leichter Boote nach einer Wanderung in diesem Gebiet gefasst. Im o.g. Magazin gibt es einen Bericht von einer Rogen-Tour mit dem Ally, und wir beschlossen, die erhebliche Ausgaben für ein solches Boot zu wagen.

Mitte Juli 2002 war es dann soweit, dass unsere erste längere Tour im Rogen-Nationalpark beginnen konnte (Siehe auch Tourenbericht 2002). Bei schönstem Wetter verbrachten Sabine und ich 4 Tage im Seengewirr vor und auf dem Rogen. Das Boot hatte sich bestens bewährt, die Portagen waren ein Kinderspiel im Vergleich zu denen mit einem schweren Kanadier und die Fahreigenschaften des Ally sind ebenfalls ansprechend. Bei einer Besteigung des Bustvalens (s. aktuellen Bericht) erschloss sich uns der Blick bis zum Abfluss der Röa und ließ auch den Femund-See in der Ferne erahnen. Bei mir wuchs die Sehnsucht einmal ein Tour bis nach Norwegen in den anschließenden Femund-Nationalpark durchzuführen. Sabine erschien diese Tour aber als zu anstrengend und so beschloss ich Erwin zu fragen, ob er bereit wäre, mit mir dieses “Abenteuer” zu wagen. Er war sofort begeistert und die Planung konnte beginnen.

Cajus

Cajus
Erwin

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